GGS Nümbrecht
 

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 GGS Nümbrecht
 Mateh-Yehuda-Straße 4
 51588 Nümbrecht

 Tel.: 02293/913010
 Fax: 02293/913018




Schulprogramm der GGS Nümbrecht

Teil II

Schuldarstellung:

1. Vorwort
2. Allgemeine Daten
3. Wiederkehrende Termine im laufenden Schuljahr
4. Schulgestaltung
5. Offene Ganztagsschule (OGS)
6. Vom Kindergartenkind zum Sekundarstufenschüler

7. Erziehung und Unterricht
8. Individuelle Förderung
9. Gemeinsames Lernen an der GGS Nümbrecht
10. Elternmitarbeit
11. Förderverein
12. Wir über uns
13. Ausblick

 

1. Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser unseres Schulprogramms,
wir stellen hiermit allen Erziehungsberechtigten und Interessierten den neuesten Stand unserer Schulprogrammarbeit vor. Die Rahmenbedingungen haben sich durch neue Gesetze verändert und auch wir haben in den letzten Jahren an Aufgaben und Schwerpunkten für den Unterricht und die schulische Erziehung gearbeitet. Die Änderungen sind in dieser Ausgabe des Schulprogramms aufgenommen worden. Wir bemühen uns seit vielen Jahren um eine gute Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und allen Partnern aus dem Schulumfeld. Unser Schulprogramm befindet sich in einem stetigen Entwicklungsprozess, weil Schule lebendig ist, sich verändert und Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wechseln. Wir – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer – sind gemeinsam bemüht, diese Veränderungen, diese Entwicklung in die Ziele unserer Arbeit, in die äußere und innere Gestaltung unserer Schule einfließen zu lassen.

Folgende Ausführungen beziehen sich auf den Entwicklungsstand: September 2017.

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2. Allgemeine Daten

- historisch -

1971 Gründung
1972 Einzug in ein neues Gebäude im Schulzentrum, gemeinsam mit der Gemeinschaftshauptschule Nümbrecht
1991 Eröffnung unserer Zweigstelle Berkenroth
1998 Umzug aus dem Schulzentrum in unser neues Schulgebäude
2006 GGS Nümbrecht wird offene Ganztagsschule
2014 Schließung der Zweigstelle Berkenroth
2014 Bezug eines weiteren Gebäudes für den Ganztagbetrieb in der Wiesenstraße

- aktuell -

Anschrift: Gemeinschaftsgrundschule Nümbrecht
Mateh-Yehuda-Str. 4
51588 Nümbrecht
Tel.: 02293-913010
Fax: 02293-913018
Email: ggs.nuembrecht(at)t-online.de


Schülerzahl Schülerinnen Schüler
295 ca. 145

ca.151


Lehrerzahl Anzahl der Lehramtsanwärterinnen

Sozialpädagogische
Fachkraft

Sonderpädagogin
16 2 1 1

Klassenzahl Hauptgebäude Nümbrecht
Klasse 1 3
Klasse 2 3
Klasse 3 4
Klasse 4 3



Schulleiter: Ingo Breuer
Stellvertr. Schulleiterin: Elke Caspari
Sekretärin: Gerlinde Junghans
Hausmeister: Nils Bay
Vorsitzende der Schulpflegschaft: Melanie Gebhard
Vorsitzender des Fördervereins: Christoph Groß

 

 

 

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3. Wiederkehrende Termine im laufenden Schuljahr

Einschulung

Der erste Schultag als Grundschüler/-in wird (nach dem Gottesdienst in der Kirche, s. Kapitel 6.1) mit einem kleinen Festprogramm in der Aula gefeiert, das jeweils von verschiedenen Klassen mitgestaltet wird. Danach ziehen die Erstklässler mit ihrer Lehrerin in die Klasse und erleben ihre erste Unterrichtsstunde. Währenddessen warten die Eltern bei Kaffee und Plätzchen auf ihre Kinder.

Martinssingen

Es ist uns wichtig, die heimatlichen Traditionen und Bräuche als Teil der Lebenswirklichkeit unserer Schülerinnen und Schüler in die Schule zu integrieren. So basteln wir mit den Kindern phantasievolle Laternen, mit denen wir dann geschlossen am Nümbrechter Martinszug teilnehmen. Einige der Laternen werden ausgewählt und in der Vorweihnachtszeit am Laternenbaum (Raiffeisenbank, Rathaus, ...) ausgestellt. Der Nümbrechter Zug hat bereits eine über 35-jährige Tradition und findet Dank des unermüdlichen Einsatzes des Heimatvereins, der Mitwirkung von Polizei, Feuerwehr und DRK jährlich für alle Kinder der Schulgemeinde statt.

Talenttag „Kinder für Kinder“

Einmal im Jahr organisieren wir einen Talenttag. An diesem Tag können die Kinder ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrkräften zeigen, was sie außerhalb der Schule für besondere musikalische, sportliche oder künstlerische Fertigkeiten erworben haben. Auch Schülervorträge zu naturwissenschaftlichen Themen finden an diesem Tag „Kinder für Kinder“ ihren Platz.

Schulleben in der Vorweihnachtszeit

Individuell gestalten die Klassen ihre vorweihnachtlichen Aktivitäten (z.B. Martins- oder Nikolausfeiern sowie Klassenweihnachtsfeiern). Sehr häufig werden Plätzchen gebacken, weihnachtliche Bastelaktionen angeboten und kleine Aufführungen für die Feierlichkeiten eingeübt. In der Adventszeit findet jeden Montag mit der gesamten Schule das traditionelle Adventssingen statt.

Bergfest

Wenn die erste Hälfte des Schuljahres geschafft ist, feiern alle Kinder und Lehrer ein gemeinsames Bergfest. Jedes Jahr wird den Kindern zur Belohnung und Motivation eine besondere Aktion (z.B. Blindenparcours oder Theateraufführung) geboten.

Spiel- und Sportfest

Die Bundesjugendspiele werden jährlich auf dem Sportplatz des Schulzentrums durchgeführt. Alle Klassen messen sich an diesem Tag im Rahmen eines Spiel- und Sportfestes im Laufen, Springen und Werfen. Als Wertschätzung erhalten alle Schülerinnen und Schüler für diesen Tag eine Urkunde.

Projektwoche und Schulfest

In der zweiten Hälfte eines Schuljahres gibt es entweder eine Projektwoche oder ein Schulfest.
Die Projektwoche steht stets unter einem bestimmten Rahmenthema (z.B. Experimente). Alle Kinder wählen ein Angebot, mit dem sie sich – in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe – eine Woche lang befassen. Am Ende stellen sie ihre Arbeitsergebnisse den Eltern und anderen Interessierten vor. Alle vier Jahre findet ein „Schulzirkusprojekt“ statt.
Auch das Schulfest hat immer ein festgelegtes Motto (z.B. Europa, Bewegte Schule). Für die Organisation setzen sich hierbei vornehmlich die Eltern ein. Mit großem Einsatz und unter Einbezug der Kinder gestalten sie einen erlebnisreichen Tag.
In den letzten Jahren haben sich bei der Durchführung der Projektwochen und den Schulfesten gute Kooperationen mit den weiterführenden Schulen entwickelt.

Gottesdienste

Im Jahr finden vier ökumenische Schulgottesdienste im Wechsel in der katholischen oder evangelischen Kirche statt, die gemeinsam von Religionslehrern und Pfarrern geplant sowie von den Schülern aktiv mitgestaltet werden. Da nicht alle Kinder gleichzeitig an den Gottesdiensten teilnehmen können, sind die Gottesdienste wie folgt auf die Jahrgänge verteilt:
• 1. Schuljahr: Einschulungsgottesdienst
• 1. - 4. Schuljahr: Weihnachtsgottesdienst
• 3. Schuljahr: Ostergottesdienst
• 4. Schuljahr: Abschlussgottesdienst

Verabschiedung der Viertklässler

Am Ende der Schulzeit verabschieden wir die Viertklässler im Rahmen einer Gemeinschaftsfeier in unserer Aula. Dabei wird das Programm von den Kindern der dritten und vierten Klassen sowie dem Schulchor gestaltet. Zum Abschied bekommen die Schülerinnen und Schüler z.B. eine Sonnenblume geschenkt. („Wir wünschen euch die Eigenschaften der Sonnenblume, die ihr Gesicht dem Licht zuwendet, damit die Schatten hinter sie fallen.“)

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4. Schulgestaltung

Gebäude

Unser modernes Schulgebäude zeichnet sich durch helle, lichtdurchflutete Flure auf zwei Ebenen sowie eine kindgerechte und freundliche Gestaltung aus. Auf zahlreichen Ausstellungsflächen in Vitrinen und an Wänden präsentieren wir die Ergebnisse des Kunstunterrichts oder kleinerer Projekte. Durch den Haupteingang betritt man den oberen Flur und erreicht sofort das Sekretariat. Direkt vom Schulhof gehen die Schüler durch zwei weitere Eingänge in den unteren Flur. Auf jeder Ebene gelangt man von dem geräumigen Hauptflur in drei parallel liegende kleinere Flure. Dort befinden sich jeweils zwei Klassenräume. Während sich auf der oberen Ebene die Klassen der Eingangsstufe befinden, liegen im unteren Bereich die Klassen 3 und 4. Diese Aufteilung unterstützt unser pädagogisches Konzept und erleichtert die Zusammenarbeit von Parallel- und Teamklassen. Mit der im Schulgebäude befindlichen OGS teilen wir uns einen Mehrzweckraum und eine Küche. Ca. 50 Kinder der Ganztagsbetreuung haben ihre Gruppenräume im Gebäude in der Wiesenstraße. Diese erreichen sie über einen Weg durch unseren Schulwald. Außerdem steht uns ein kleiner Werkraum zur Verfügung. Auf kurzem Weg erreichen wir die Schwimm- und Sporthallen sowie den Sportplatz. Ebenso wird uns ein schneller Besuch der gegenüberliegenden Bücherei ermöglicht.

Schulhof

Der Schulhof ist naturnah gestaltet, da die Kinder sowohl einen Bach als auch ein großräumiges Waldgelände sowie eine Wiese zum Spielen nutzen können. Diese Umgebung regt die Kinder täglich zu phantasievollen Spielen wie z.B. Balancieren über Baumstämme oder Budenbauen an. Auf dem gepflasterten Schulhof befinden sich eine Tischtennisplatte und die aufgezeichneten Wege für das Fahrradtraining. Mit Freude spielen die Kinder in den Pausen auf der Rutsche, auf den beiden Schaukeln, an der Kletterwand und auf unserem Kletterturm mit Wackelbrücke. Für die zahlreichen Fußballer gibt es einen Bolzplatz.

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5. Offene Ganztagsschule (OGS)

Die Arbeit der GGS Nümbrecht wird nach Schulschluss durch die Offene Ganztagsschule (OGS) unterstützt. Das Betreuungsangebot der OGS soll möglichst vielen Eltern entgegenkommen. Deshalb wird eine regelmäßige Betreuung von 7.45 Uhr bis 16 Uhr angeboten. Dabei sorgt ein fester Tagesablauf für Struktur:

  • Nach Schulschluss haben die Kinder Zeit für freies Spiel oder pädagogische Angebote der Erzieherinnen.
  • Das Mittagessen wird frisch geliefert und gemeinsam in den jeweiligen Speiseräumen eingenommen. Hier erleben die Kinder bereits Gemeinschaft.
  • Anschließend gehen die Schüler zur Bearbeitung ihrer Hausaufgaben in Kleingruppen in die Lernzeit. Hier werden sie durch Erzieher unterstützt.
  • Im Anschluss können die Kinder aus verschiedenen Aktivitäten (z.B.: Chor, Psychomotorik, Jugendzentrum, Bücherei, Religions-AG, Schwimm-AG) wählen, oder an täglich stattfindenden pädagogischen Freispielangeboten teilnehmen. Dabei stellt die Vernetzung von Vereinen und Initiativen der Gemeinde ein wichtiges Ziel der OGS Arbeit dar.

Die Betreuung in den Schulferien und an Brückentagen findet in Zusammenarbeit mit der OGS Gaderoth statt. Eine jeweilige Abfrage geht vorher rechtzeitig an die Eltern raus.

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6. Vom Kindergartenkind zum Sekundarstufenschüler

In diesem Kapitel beschreiben wir den Verlauf der Schulzeit unserer Kinder vom Zeitpunkt kurz vor der Einschulung bis zum Übergang an die weiterführende Schule. Die vier Grundschuljahre gliedern sich in eine Schuleingangsphase sowie die Klassen drei und vier. Diese Gliederung spiegelt sich auch in vielen Bereichen unseres Schullebens wider, die in den folgenden Unterkapiteln näher erläutert werden.

6.1 Aufnahme in die Grundschule

Im Februar/März findet ein Informationsabend für die Eltern der 4-jährigen in Zusammenarbeit mit den KiTas statt. Dort erhalten sie Informationen zu unserer Schule, der Schulanmeldung, der Kooperation zwischen Kindergärten und Grundschule sowie Informationen zu vorschulischen Fördermöglichkeiten. Im November vor der Einschulung werden die Eltern mit ihrem Kind zur Anmeldung eingeladen. Im persönlichen Gespräch mit der Schulleitung werden Sprachkenntnisse und andere Fähigkeiten des Kindes ermittelt. Formalitäten werden geklärt und die Eltern haben die Möglichkeit, Besonderheiten ihres Kindes herauszustellen. Alle Eltern bekommen einen Handzettel mit, auf dem Tipps festgehalten sind, was sie bis zur Einschulung spielerisch mit ihren Kindern üben können, um ihnen den Schulstart zu erleichtern. Die schulärztliche Untersuchung findet im Zeitraum Dezember bis Februar vor der Einschulung statt. Ungefähr zeitgleich nehmen Lehrkräfte unserer Schule Kontakt mit den umliegenden Kindergärten auf. Nach Einverständnis der Eltern wird ein Gespräch mit den Erziehern über die neuen Schulanfänger geführt. Im Frühsommer werden die zukünftigen Erstklässler zu einem Schnuppertag eingeladen, um am Unterricht der ersten Schuljahre teilzunehmen. Im Juni oder Juli findet ein erster Elternabend statt, bei dem die Eltern die zukünftigen Erstklassenlehrer kennen lernen und erste Informationen zum Unterricht in den ersten Schulwochen bekommen. Die Kinder werden zu einem Kennenlernnachmittag eingeladen, wo sie ihre zukünftigen Klassenkameraden, ihre Klassenlehrerin, ihren Klassenraum sowie die OGS kennen lernen können. Vor den Sommerferien nehmen die erfahrenen Erstklässler mit einem persönlichen Brief Kontakt zu den „Neuen“ auf, der versehen mit einer ersten Hausaufgabe die Spannung auf die Schule erhöht. In diesem Brief werden sie und ihre Eltern zur Einschulung eingeladen. (Siehe Termine – Einschulung) Der Tag der Einschulung beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Anschließend werden die Schulanfänger in der Schule von ihren Mitschülern mit einem kleinen Festprogramm begrüßt und so feierlich in die Schulgemeinschaft aufgenommen. Dann geht es zu der ersten Unterrichtsstunde in die Klasse.

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6.2 Schuleingangsphase

Die Schuleingangsphase stellt eine besonders sensible Phase der Kindheit dar. Die dort erworbenen Leistungshaltungen bleiben häufig prägend für die gesamte Schulzeit und bestimmen damit die restliche Schulkarriere. Eingangsklassen zeichnen sich durch eine große und ständig zunehmende Heterogenität aus. Kinder unterscheiden sich deutlich in ihren Erfahrungen, ihren bereits erworbenen Kompetenzen und ihrem Einschulungsalter. Sie lernen unterschiedlich schnell, unterschiedlich viel und auf verschiedenen Wegen. Die Grundschule hat deshalb den Auftrag, mit Unterrichtskonzepten zu arbeiten, die den Ansprüchen an Differenzierung und Individualisierung gerecht werden. Laut Schulkonferenzbeschluss wird an der GGS Nümbrecht in den ersten zwei Schuljahren weiterhin jahrgangsweise unterrichtet. Da die Schüler die Möglichkeit haben, die Schuleingangsphase in einem, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen, bilden wir Partnerklassen aus jeweils einem ersten und einem zweiten Schuljahr. So wird den Kindern ein eventueller Klassenwechsel erleichtert. Die Klassenräume der Partnerklassen liegen auf einem Flur direkt nebeneinander. Die Klassenlehrer der Partnerklassen bilden ein Team:

  • Sie tauschen sich über die eingesetzten Regeln und Rituale, die Arbeitsmaterialien und den Lernfortschritt der Kinder aus
  • Sie planen bei Gelegenheit gemeinsame Projekte, Werkstätten und andere unterrichtliche Vorhaben (z.B. in den Fächern Musik/Kunst/Sport)
  • Sie bilden Schülerpatenschaften vom ersten Schultag an

Im Anfangsunterricht Deutsch vermitteln wir Schreiben und Lesen, indem wir diese Techniken aufeinander beziehen. Ein wichtiges Mittel ist dabei die Anlauttabelle, die die Kinder schon sehr früh dazu befähigt, zu schreiben. Je nach individuellem Entwicklungsstand verschriften sie schon sehr bald eigene kleine Texte. Dazu müssen sich die Kinder jedes Wort Laut für Laut deutlich vorsprechen. Deshalb ist es uns von Anfang an ein Anliegen, auf die deutliche und richtige Aussprache der Kinder zu achten und diese zu fördern. Mit unserem Lehrwerk Zebra erlernen die Kinder gleichzeitig neben der lautgetreuen Schreibweise zunehmend Rechtschreibstrategien zum normgerechten Schreiben. Ab Klasse 2 erlernen die Kinder den richtigen Umgang mit dem Wörterbuch. Die Grundschrift ist zunächst Schreib- und Leseschrift und führt mit zunehmender Schreibfertigkeit zu einer verbundenen individuellen Handschrift.
Die Arbeit mit der Anlauttabelle unterstützt auch den Leselernprozess. Durch das Zusammenziehen der bekannten Laute können die Kinder schnell einzelne Wörter lesen. Diesen Prozess fördern wir zusätzlich zu den integrierten Angeboten des Lehrwerks durch diverse Leseangebote, individuelle Lesezeiten (hierbei unterstützen oftmals Lesemütter), feste Vorlesezeiten sowie dem Besuch der Nümbrechter Bücherei. In der Schuleingangsphase wird gemeinsam eine Klassenlektüre gelesen.

Im Mathematikunterricht lernen die Kinder zunächst die Zahlen kennen sowie Zahlen und Mengen einander zuzuordnen. Während sich die Rechenoperationen im ersten Schuljahr auf den Zahlenraum bis 20 beschränken, werden im zweiten Schuljahr Aufgaben im Zahlenraum bis 100 bearbeitet. Neben Addition und Subtraktion wird im zweiten Schuljahr auch das kleine Einmaleins schrittweise eingeführt. Außerdem werden erste Erfahrungen in den Bereichen Geometrie (z.B. Symmetrie) und Größen (z.B. Geld, Uhrzeiten, Längen) gesammelt. Um die Kinder auch im Mathematikunterricht individuell zu fördern findet in der Schuleingangsphase wöchentlich ein Förderband, soweit wir personelle Ressourcen haben, statt. Dabei werden Kinder aus verschiedenen Klassen eines Jahrgangs je nach Leistungsniveau zusammengefasst und gefördert. Im zweiten Halbjahr von Klasse 2 werden die Kinder durch schriftliche Bemerkungen zu Lernzielkontrollen sowie durch Gespräche langsam an die Notengebung herangeführt. Denn am Ende von Klasse 2 bekommen die Kinder nicht nur einen Lernentwicklungsbericht, sondern erstmals Zeugnisse mit Noten.

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6.3 Jahrgangsstufe 3 und 4

Zu Beginn des dritten Schuljahres ziehen die Kinder mit ihrer Klassenlehrerin in einen neuen Klassenraum in der unteren Etage um. Das Beibehalten der Klassenleitung fördert die positive Lehrer- und Schülerbeziehung. Zunehmender Fachlehrerunterricht soll den Übergang in die Sekundarstufe I mit den dort gelebten Unterrichtskonzepten erleichtern.
Im Deutschunterricht der Klassen 3 und 4 wird durch zahlreiche Gesprächsanlässe und durch kleine Vorträge die Sprachkompetenz erweitert. Auch bei schriftlichen Arbeiten wird durch gezielte Schreibhinweise (Kriterien) der sprachliche Ausdruck der Kinder fortentwickelt. Das strategiegeleitete Rechtschreiben, anhand der FRESCH – Methode, wird in Klasse 3 und 4 weiter ausgebaut z.B. durch die Intensivierung der Lernwörterarbeit. Unser Ziel ist es, dass die Kinder am Ende von Klasse 4 einen gewissen Grundwortschatz beherrschen und sich darüber hinaus die Schreibweise unbekannter Wörter mit Hilfe der erlernten Rechtschreibstrategien herleiten können. Auch in Klasse 3 und 4 ist es uns weiterhin wichtig eine Lesekultur unter den Schülern aufzubauen. Dabei reicht der Umgang mit Texten von der gezielten Informationsentnahme bis hin zum selbstvergessenen Lesen. Um dies zu erreichen, lesen wir den Kindern regelmäßig vor, bearbeiten in jedem Schuljahr mindestens eine Klassenlektüre, führen an verschiedene Lesestrategien heran und haben feste Lesezeiten z.B. mit dem Bestand der jeweiligen Klassenbücherei. Gerne genutzt werden bei uns auch Lesenächte, Besuche in der Bücherei, Themenlesekisten oder Lesetagebücher.

Im Mathematikunterricht wird der Zahlenraum stetig erweitert, die schriftlichen Rechenverfahren werden eingeführt, der Umgang mit Größen (Geld, Längen, Gewicht, Rauminhalt, Zeit) wird ausgebaut und das räumliche Denken wird geschult. Dabei ist es uns wichtig immer wieder einen Bezug zur Wirklichkeit herzustellen und Mathematik für den Alltag nutzbar zu machen, z.B. durch:

  • Aufbau einer realistischen Zahl- und Größenvorstellung
  • Schnelles Kopfrechnen
  • Überschlagendes Rechnen
  • Mathematisches Erschließen von Sachsituationen (Sachaufgaben)

In unseren Mathematikunterricht lassen wir regelmäßig Knobelaufgaben einfließen und bemühen uns Aufgaben, dem individuellen Leistungsstand der Kinder entsprechend (z.B. Mathepass), auszuwählen. So geben wir den Kindern die Möglichkeit ihr problemlösendes Denkvermögen zu trainieren. Dieses Denkvermögen können die Viertklässler dann im jährlichen Mathematikwettbewerb unter Beweis stellen.

Jährlich im Mai stehen in den 3.Klassen die Vergleichsarbeiten des Landes (VERA) in den Fächern Mathematik und Deutsch an. Die Ergebnisse sowie die Arbeiten selbst werden den jeweiligen Eltern am Elternsprechtag vorgestellt. Aus dem Vergleich der Ergebnisse unserer Schule mit den Durchschnittsergebnissen des Landes ziehen wir Schlüsse für unsere schulische Weiterarbeit.

Besonderheiten des Sachunterrichts in Klasse 3 und 4 sind die Fahrradprüfung, die von der Polizei mit Hilfe der Eltern durchgeführt wird und die Sexualerziehung, die durch eine Unterrichtseinheit der Schulärztin fachlich begleitet wird. Des Weiteren wird viel geforscht und experimentiert, wozu wir unter anderem unsere Themenkisten nutzen. Der Fokus liegt auf selbstständigem und zielgerichtetem Arbeiten, z.B. wenn die Kinder für „Expertenarbeiten“ im Internet, der Bücherei usw. recherchieren.

In beiden Halbjahren der Klasse 3 bekommen die Kinder Schwimmunterricht und haben hier die Möglichkeit sich Schwimmtechniken anzueignen und zu erweitern. In diesem Rahmen können sie auch Schwimmabzeichen erwerben. Ein Höhepunkt im Sportunterricht der Klasse 4 ist das Handballtraining, denn als „oberbergische Handballschule“ nehmen unsere 4.Klassen regelmäßig an einem Handballturnier teil. Außerdem organisieren wir ein Fußballturnier und ein Schwimmfest für die Nümbrechter Grundschulen, dem die Kinder der Klassen 3 und 4 entgegen fiebern. Mit Mädchen der 4. Klassen nehmen wir am Völkerballturnier in Waldbröl teil.

Je nach personeller Ausstattung und Angeboten von Elternseite bieten wir den Kindern der 4. Klassen die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften an. In den letzten Jahren konnten wir z.B. eine Fußball-AG, eine Schwimm-AG, eine Koch-AG, eine Werk-AG, eine Computer-AG sowie eine Robotik-AG realisieren.

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6.4 Übergang zur weiterführenden Schule

Um die Eltern bei der Wahl der passenden weiterführenden Schule für ihr Kind zu unterstützen, bietet unsere Schulleitung im Herbst eine Informationsveranstaltung über Anforderungen und Möglichkeiten der verschiedenen Schulformen an. Unterstützung wird diese Veranstaltung durch Schulleitungsmitglieder des Homburgischen Gymnasiums Nümbrecht sowie der Sekundarschule Nümbrecht- Ruppichteroth, die ihre Schulformen beschreiben und für Fragen zur Verfügung stehen. In einer Klassenkonferenz tauschen sich die jeweils in einer Klasse unterrichtenden Lehrer über die einzelnen Schülerinnen und Schüler aus. Es entsteht ein persönliches Profil jedes Kindes, in das unter anderem die Leistungen sowie das Arbeits- und Sozialverhalten einfließen. Anhand dieses persönlichen Profils, das sich auch auf die Entwicklung der vorangegangenen Jahre stützt, werden die Eltern vor den Weihnachtsferien im Hinblick auf die Wahl der weiterführenden Schule beraten. Wir leiten Einladungen zu Infoveranstaltungen, Tagen der offenen Tür und anderen Kennenlernangeboten der weiterführenden Schulen an die Kinder und Eltern weiter.
Ein nahtloser Übergang wird auch durch Gespräche mit einzelnen Kollegen der aufnehmenden Schulen begünstigt. Seit einigen Jahren haben wir dazu einen festen Arbeitskreis gegründet, in dem insbesondere Fragen für einen gelungenen Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe erörtert werden. Auch nach erfolgtem Schulwechsel bleiben wir mit den weiterführenden Schulen in Kontakt und informieren uns auf den Erprobungsstufenkonferenzen über den weiteren Werdegang der Kinder.

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7. Erziehung und Unterricht

Damit Kinder lernen können, Verantwortung für ihr Lernen und Tun zu übernehmen, müssen wir als Schule ihnen dazu Erfahrungsfelder anbieten. So zum Beispiel:

Demokratische Schulkultur

Wir fördern das demokratische Handeln der Schülerinnen und Schüler. Die Wahlen von Klassensprecherinnen und Klassensprechern, die wöchentlichen Diskussionen in den Klassenräten sowie die regelmäßigen Treffen des Schülerparlaments sind feste Bestandteile einer demokratischen Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der positiven Entwicklung unseres Schulklimas und der Gestaltung des Schulgeländes.

Unsere Regeln und Schuldienste

Neben individuellen Klassenregeln gibt es an unserer Schule allgemeine Schulregeln, die den Kindern Werte vermitteln, einen reibungslosen Schulablauf gewährleisten und eine angenehme Lernatmosphäre schaffen (z.B. Sauberkeit im Schulgebäude, Verhalten auf dem Flur). Gemeinschaftlich achten wir auf die Einhaltung dieser Regeln und werden in einzelnen Bereichen von Kindern des vierten Schuljahres in Form von Schuldiensten besonders unterstützt (Pausendienst, Portaldienst, Hofdienst…). Wir unterstützen das Einüben der Regeln durch das „Motto der Woche“ (z.B. „Wir begrüßen und verabschieden uns freundlich.“).

Offene Arbeitsformen

Vom ersten Schuljahr an üben wir mit den Schülern Formen der Offenen Arbeit ein, die in den folgenden Schuljahren weitergeführt werden. Dies erfolgt zum Beispiel durch die Arbeit am Wochenplan, am Mathepass oder durch das Lernen an Stationen. Dabei lernen die Kinder u.a., ihre Arbeit selbstständig zu organisieren (Selbstkontrolle, Zeiteinteilung, Selbsteinschätzung, …) und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

Unsere Lehrwerke

Folgende Lehrwerke unterstützen das selbstständige Lernen an der GGS Nümbrecht:

Deutsch
Klasse 1 Zebra (wird erprobt
Klasse 2-4 Pusteblume, Zebra (wird erprobt)
Mathematik
Klasse 1 Einstern
Klasse 2-4 Denken und Rechnen
Englisch
Klasse 1-4 Playway

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Hausaufgaben

Für uns als Lehrerinnen und Lehrer der GGS Nümbrecht sind Hausaufgaben ein fester Bestandteil des schulischen Lernens. Sie unterstützen sowohl unser Ziel, die Kinder zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten zu führen als auch der Sicherung der im Unterricht erarbeiteten Inhalte sowie der Vorbereitung des Unterrichts.
Hausaufgaben sind ein wesentliches Bindeglied zwischen Schule und Elternhaus, da sie den Eltern regelmäßig Einblicke in die schulische Arbeit geben. Leider ergeben sich dadurch aber auch nicht selten Konflikte, denen wir durch folgende Absprachen (Regelungen) vorbeugen wollen:
Die Lehrerinnen und Lehrer führen die Kinder vom ersten Schuljahr an zu einem selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitsverhalten, indem

 

  • sie die Hausaufgaben so stellen, dass diese im Zusammenhang mit dem Unterricht stehen und so für die Schülerinnen und Schüler sinnvoll sind.
  • die Hausaufgaben in Schwierigkeit und Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.
  • sie die Hausaufgaben in der Schule würdigen, jedoch nicht benoten (Häkchen, Stempel, … kennzeichnen die Kontrolle auf Vollständigkeit, das Namenszeichen kennzeichnet eine Kontrolle auf Richtigkeit).
  • sie nicht angefertigte Hausaufgaben zum Nachholen anmahnen (siehe u.a. Regelungen).
  • sie die Richtzeiten für die Anfertigung der Hausaufgaben bei konzentriertem Arbeiten beachten:
    Klasse 1 und 2 ca. 30 Minuten täglich
    Klasse 3 und 4 ca. 45 Minuten täglich

Die Schülerinnen und Schüler haben die Pflicht,

  • sich ihre Hausaufgaben schriftlich zu notieren (Hausaufgabenheft, Markierung im Arbeitsmittel, Hausaufgaben-Wochenplan).
  • ihre Hausaufgaben gewissenhaft (Form, Inhalt, Vollständigkeit) zu bearbeiten.

Eltern tragen Sorge dafür, dass ihr Kind seine Hausaufgaben bearbeitet, indem sie

  • die Bedingungen schaffen, dass Kinder die Hausaufgaben gut anfertigen können (Arbeitsplatz, Zeitpunkt).
  • ihr Kind zwar bei Fragen unterstützen, sich bei massiven Problemen jedoch an die Lehrkraft wenden, um gemeinsam eine Lösung im Sinne des Kindes zu finden.

Perfekte Hausaufgaben erwecken den Eindruck, alles ist verstanden worden, was vielleicht gar nicht der Fall ist.
Schülerinnen und Schüler, die unsere OGS besuchen, haben die Möglichkeit, montags bis donnerstags dort ihre Hausaufgaben anzufertigen. Hausaufgabenzeit ist Lernzeit! In festen Lernzeitgruppen, die nach pädagogischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden, haben die Kinder einen zuverlässigen Ansprechpartner, der auf eine lernfreundliche Atmosphäre achtet und versucht, die Kinder in ihrem individuellen Lernprozess zu unterstützen.
Die Betreuerinnen und Betreuer der OGS stehen in einem regelmäßigen Dialog mit den Lehrkräften und geben ihnen Rückmeldungen über Arbeitsverhalten, Arbeitszeit, Verständnisproblemen.
Die Hausaufgabenzeit hält sich an die o. a. Richtzeiten. Aus verschiedenen Gründen kann es immer wieder einmal vorkommen, dass Kinder nicht alle Aufgaben fertig stellen können. Tritt dies bei einem Kind regelmäßig auf, sollten alle Beteiligten gemeinsam ein Gespräch führen, um nach der Ursache zu forschen und eine Lösung zu finden.
Auch die Eltern sollten sich regelmäßig über das Arbeitsverhalten ihres Kindes informieren.
Kinder, die während der Hausaufgabenzeit wiederholt, trotz Eingreifens der Betreuerinnen und Betreuer, ihre Mitschüler massiv stören, werden nach Gespräch mit den Eltern vorübergehend von der Hausaufgabenbetreuung ausgeschlossen und müssen ihre Aufgaben zu Hause erledigen.

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Außerschulische Lernorte und Klassenausflüge

Gerne nutzen wir die Möglichkeit, mit unseren Schülerinnen und Schülern auch außerschulische Lernorte (z.B. Schloss Homburg, Feuerwehr, Obsthof/Saftpresse Weber, Biologische Station Oberberg, WWW-Mobil, Kartoffelbauer etc.) zu besuchen. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, im Unterricht behandelte Themen praxisnah zu erfahren und ihr Wissen zu vertiefen.
Neben diesen Unterrichtsgängen finden auch ein- oder mehrtägige Klassenausflüge statt. Durch diese Aktionen werden das soziale Miteinander, die Klassengemeinschaft und das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt.

Gesunde Ernährung

Das Thema „Gesunde Ernährung“ nimmt an unserer Schule einen großen Stellenwert ein. Vom ersten Schuljahr an, bemühen wir uns den Kindern die Bedeutung eines gesunden Frühstücks zu vermitteln. Unterstützt werden wir hierbei von einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, die den Kindern wichtige Informationen rund ums Frühstück vermittelt und mit ihnen zusammen ein gesundes Frühstück zubereitet. Diese Aktion „Gesundes Frühstück“ findet traditionell in der Eingangsstufe statt und wird in den folgenden Jahren wieder aufgegriffen. Der jährliche Besuch des Schulzahnarztes und die Zahnprophylaxe im 2. Schuljahr greifen die Themen „Gesunde Ernährung“ sowie „Zahnhygiene“ erneut auf und vertiefen diese.

Bewegungspausen

Da Bewegung für eine gesunde Entwicklung und ein erfolgreiches Lernen sehr wichtig ist, bietet unsere Schule den Kindern zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten. Unser Schulhof lädt durch seine besondere Gestaltung (Wald, Bach, Hügel, Fußballwiese und Spielgeräte) zum freien Spielen ein und bietet zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten. In den Regenpausen können die Kinder verschiedene Spiele innerhalb ihrer Klasse nutzen. Zusätzlich können einzelne Klassen Spiel- und Sportgeräte auf dem Flur nutzen (Bewegungskreisel, Stepper, Kicker, ….).
Neben dem Sportunterricht gibt es eine Spiel- und Sportstunde, die in den Klassen einmal wöchentlich stattfindet. Besonders in der Eingangsstufe sind regelmäßige Bewegungspausen von großer Bedeutung, so dass wir die Spiel- und Sportstunde durch tägliche Bewegungszeiten in den Unterricht integrieren.

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8. Indiuviduelle Förderung

Ziele:

  • selbstverantwortliches Lernen
  • Motivation

Ziel unserer individuellen Förderung ist das Ausschöpfen der Lernmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes und nicht der Ausgleich von Unterschieden. Um im Unterricht individueller differenzieren zu können, nutzen wir z.B. Tages- und Wochenpläne, Mathepässe, Werkstätten usw. Dabei ist es uns wichtig, Kinder mit vermehrtem Förderbedarf durch weitere Übungen zu stärken und lernstarke Schüler durch anspruchsvollere Aufgaben herauszufordern. So versuchen wir die Lernmotivation aller Kinder zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit den unterschiedlichen Ansprüchen der Kinder gerecht zu werden, bietet uns das Matheförderband. In diesen Stunden werden Kinder aus einer Jahrgangstufe in leistungshomogenere Kleingruppen eingeteilt. Abgestimmt auf die Bedürfnisse einzelner Kinder werden in allen vier Jahrgangstufen sowohl Förder- als auch Forderpläne geschrieben. Diese können für die einzelnen Fächer als auch für das Arbeits- und Sozialverhalten verfasst werden. Kinder mit vermehrtem Förderbedarf im Bereich Lesen-Rechtschreiben (LRT) sowie im Bereich Deutsch als Zweitsprache erhalten wöchentlich eine zusätzliche Förderstunde in Kleingruppen. Die Förderung entwicklungsverzögerter Schulanfänger geschieht in Absprache mit allen Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer, je nach Fall Sozialpädagogin und/oder Sonderpädagogin). Regelmäßig werden Förderpläne erarbeitet, die sowohl den Lernstand und das nächste zu erreichende Lernziel für das individuelle Kind als auch die geeigneten Maßnahmen (Übungen, Materialien, Sozialformen, …) festschreiben. Der in der Grafik (s.o.) verwendete Begriff des „Lernstudios“ beinhaltet folgende von unserer Sozialpädagogin durchgeführten Fördermaßnahmen: Einzel- oder Gruppenarbeit und Unterstützung einzelner Schüler während des Klassenunterrichts. Diese Fördermaßnahmen werden ständig mit der Klassenlehrerin abgesprochen und abgestimmt. Kinder, die eine längere Lernzeit benötigen und absehbar die verbindlichen Anforderungen nach Klasse 2 nicht erreichen werden, verbleiben drei Jahre in der Schuleingangsphase (Klasse 1 und 2). Ob und wann ein Kind die Lerngruppe wechselt wird im Einzelfall gemeinsam mit den Eltern festgelegt. Das gleiche gilt für eine Verkürzung der Eingangsphase. Besonders schnell lernende Kinder haben die Möglichkeit, diese in einem Jahr zu durchlaufen. Entscheidungskriterien sind dabei die Lern- und Arbeitshaltung sowie die Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik entsprechend der verbindlichen Anforderungen nach Klasse 2. Um den Übergang zu erleichtern, können diese Kinder probeweise am Unterricht der Partnerklasse (s. 6.2 Schuleingangsphase) teilnehmen.

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9. Gemeinsamer Unterricht an der GGS Nümbrecht

Im Gemeinsamen Lernen an der GGS Nümbrecht wird das Ziel verfolgt, Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das Leben und Lernen unserer Grundschule zu integrieren. Kinder, deren Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten beeinträchtigt sind, haben trotz intensiver Bemühungen große Schwierigkeiten, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden. An unserer Schule werden regelmäßig Kinder in den Förderbereichen „Sprache“, „Lernen“ und „emotionale und soziale Entwicklung“ gefördert.

Förderschwerpunkt „Sprache“ Von einer Sprachbehinderung spricht man, wenn der Sprachgebrauch gestört und durch schulbegleitende Maßnahmen nicht behebbar ist. Bei sprachbehinderten Kindern sind häufig Lautbildungsstörungen (Aussprachestörung) oder grammatische Störungen zu beobachten. Auch auditive Wahrnehmungsstörungen (Probleme im Bereich der Hörverarbeitung) können den Schriftspracherwerb erschweren. Ebenso treten häufig ein geringer Wortschatz und ein eingeschränktes Sprachverständnis auf.

Förderschwerpunkt „Lernen“ Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ haben häufig Schwierigkeiten, die schulischen Anforderungen zu bewältigen. Nicht nur kognitive Fähigkeiten, wie z.B. das Gedächtnis oder schlussfolgerndes Denken beeinträchtigen ihr Lernen, sondern auch Motivationsprobleme, Schwierigkeiten im Bereich der Selbststeuerung oder ein verringertes Selbstwertgefühl können sich zusätzlich negativ auf ihre Lernleistung auswirken. Aus diesem Grund werden Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Rahmen des Gemeinsamen Lernens nicht nach den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule, sondern nach denen der Förderschule für Lernen unterrichtet und erhalten nach Bedarf differenzierte, ihrem Lernstand angemessene Unterrichtsmaterialien.

Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ Von Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ spricht man, wenn sich ein Schüler der Erziehung so nachhaltig verschließt oder widersetzt, dass er im regulären Unterricht nicht ausreichend gefördert werden kann und die eigene Entwicklung oder die seiner Mitschüler gestört ist.
Die Einleitung des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und des Förderortes (AO-SF) führt zu einer Überprüfung der dargestellten Förderbereiche sowie zu einer umfangreichen Gutachtenerstellung. Das Gutachten wird von einer Förderschullehrerin in Zusammenarbeit mit der zuständigen Grundschullehrerin verfasst. Darin werden die Möglichkeiten des Kindes in der gegenwärtigen schulischen Situation beschrieben, Chancen und Schwierigkeiten bei der bisherigen Förderung aufgezeigt und nach möglichen Ursachen gesucht. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die weitere schulische Förderung.

An der GGS Nümbrecht gibt es in fast jeder Klasse Kinder mit besonderem Förderbedarf. Mögliche Organisationsformen im Gemeinsamen Lernen sind die Betreuung und Unterstützung der Kinder innerhalb der Klasse durch Team-Teaching bzw. Doppelbesetzung von Grundschullehrer und Förderschullehrer, eine intensive Förderung im Rahmen einer Kleingruppe oder im Einzelunterricht. Weitere Aufgabenbereiche im Gemeinsamen Lernen sind die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Institutionen und die enge Kooperation mit den umliegenden Förderschulen.

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10. Elternmitarbeit

Schule bedeutet für uns nicht nur ein Miteinander von Schülern und Lehrern. Auch ein guter Kontakt zur Elternschaft ist für uns unerlässlich. Zum einen ist es sehr wichtig, dass die schulischen Belange (wie z.B. Regeln, Verhaltensweisen, Hausaufgaben, …) vom Elternhaus mitgetragen werden. Zum anderen nehmen wir aber auch gern in der Schule Elternhilfe in Anspruch. So wird es uns z.B. ermöglicht, Lesestunden in Kleingruppen durchzuführen (Lesemütter), bestimmte AGs anzubieten oder außerschulische Lernorte zu besuchen. Wir sind auch dankbar für die Elternunterstützung bei zahlreichen Veranstaltungen (wie Sportfest, Fahrradtraining, Schulfest, …), die ohne Mithilfe der Eltern nur schwer umsetzbar wären! Eltern können im Übrigen Einfluss nehmen auf schulische Entscheidungen, indem sie in den entsprechenden Mitwirkungsgremien vertreten sind:

  1. Klassenpflegschaft: In jeder Klasse werden zwei Klassenpflegschaftsvertreter gewählt, die für die Interessen der Eltern gegenüber der Schule einstehen und umgekehrt Ansprechpartner für die Klassenlehrer sind.
  2. Schulpflegschaft: Aus dem Kreis sämtlicher Klassenpflegschaftsvertreter wird die Schulpflegschaft gewählt. Der Schulpflegschaftsvorsitzende ist an der Planung oder Nachbereitung schulischer Belange beteiligt bzw. wird er über diese informiert.
  3. Schulkonferenz: In der Schulkonferenz werden von Eltern- und Lehrervertretern gemeinsam Beschlüsse gefasst.

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11. Förderverein

Der Förderverein finanziert Projekte, die das Lernen und Leben an unserer Schule erfolgreicher und angenehmer machen, und dies in einer Zeit, in der Schulen bei gestiegenen Anforderungen nur noch über sehr begrenzte Etatmittel verfügen. Weiter werden Kindern aus finanziell weniger leistungsfähigen Familien die Teilnahme an allen schulischen Veranstaltungen wie Klassenfahrten und Ausflügen ermöglicht. Hier hilft der Förderverein schnell und unbürokratisch.

Im letzten Schuljahrjahr wurden folgende Projekte unterstützt/finanziert:

  • zwei Obsttage, an denen die Schülerinnen und Schüler mit frischem Obst versorgt wurden
  • finanzielle Unterstützung des Projekts „Wald-Wiese-Wasser“ des bergischen Naturmobils
    der Biologischen Station Oberberg, an denen die 2. - 4. Klassen teilgenommen haben
  • kostenloser Getränkeausschank beim Sport- und Spielefest
  • Übernahme der Buskosten für die Fahrt der ganzen Schule zur Freilichtbühne Freudenberg
  • Kauf von Magnettafeln für die Schulflure
  • Anschaffung von 10 Schülertablets und einem dazugehörigen Tabletschrank
  • Erstellung eines neuen Logos für die Grundschule und den Förderverein
  • Neubepflanzung der Blumenkübel in den Schulfluren
  • seit nunmehr fünf Jahren Beteiligung des Fördervereins am monatlichen Entgelt der Bundes-
    freiwilligendienstler, die sowohl am Vormittag einzelne Klassen unterstützen als auch am Nachmittag die OGS
  • jährliche Unterstützung der Bücherei Nümbrecht, die wir mit unseren Klassen gerne besuchen, wodurch die Kinder Leseanreize bekommen
  • jährliche finanzielle Unterstützung des Heimatvereins Nümbrecht, der jedes Jahr den St. Martinszug ausrichtet
  • Teilnahme am 3. Prüllenmarkt: Unsere Kinder bewiesen mit ihren gespendeten Büchern und Spielsachen ihr soziales Engagement und unterstützen mit dem Erlös die Arbeit unseres Vereins

Dieses ist nur durch die Mithilfe der Eltern möglich. Eine Mitgliedschaft kostet 12 Euro im Jahr. Für einen Euro im Monat können viele wichtige und schöne Dinge für unsere Kinder angeschafft werden. Alle Eltern sind eingeladen, in unserem Förderverein mitzuarbeiten und die Arbeit des Vereins aktiv mit zu gestalten.

Antrag auf Mitgliedschaft im Förderverein
(PDF-Format)

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12. Wir über uns

Zu unserem Kollegium gehören derzeit ca. 16 Lehrkräfte sowie einer Sonderpädagogin und einer Sozialpädagogin sowie ab November 2017 wieder zwei Referendare/innen. Häufig besuchen uns auch interessierte Praktikanten/innen, denen wir gerne einen Einblick in unseren Schulalltag ermöglichen. Unsere Sekretärin sowie der Hausmeister haben für uns immer ein offenes Ohr und erleichtern uns unsere tägliche Arbeit. Die Zusammenarbeit mit der OGS ist uns wichtig (s. Kapitel 5) Wir verstehen uns als Team und versuchen, uns so gut wie möglich bei unserer gemeinsamen Arbeit zu unterstützen. Austausch und Weiterentwicklung finden zum Beispiel in Lehrer- und Stufenkonferenzen sowie verschiedenen Arbeitsgemeinschaften ihren Platz. Darüber hinaus bestehen etliche freundschaftliche Kontakte. Einzelne Freizeitaktivitäten mit der Gesamtlehrerschaft sind uns auch deshalb wichtig, um unserem Selbstverständnis Ausdruck zu geben:

Wir sind gerne an der Gemeinschaftsgrundschule Nümbrecht!

… und dasselbe wünschen wir allen unseren Schülerinnen und Schülern!

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13. Ausblick

„Wir müssen oft neu anfangen, aber nur selten von vorne.“ (Ernst Ferstel)

In diesem Schulprogramm haben wir versucht eine Übersicht über unseren Schulalltag und über die zugrundeliegenden Konzepte zu geben. Da Schule einem ständigen gesellschaftlichen Wandel unterliegt, muss sie sich permanent anpassen. Um dies zu berücksichtigen bearbeiten wir zurzeit folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Schule der Zukunft – Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • eigenverantwortliches Arbeiten
  • Erziehungsarbeit
  • Kooperation zwischen Grundschule und Kindergärten
  • Kooperation zwischen Grundschule und den weiterführenden Schulen

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